Veranstalter: Kulturforum Alte Post
Gefördert vor allem durch durch Convento sowie durch JazzSickRecords und durch den Rhein Kreis Neuss
Mi. 25.4.2012 20 Uhr – 12,-/8,-€/Schüler Alte Post/Musikschule 5,- €
Peter Kahlenborn – Schlagzeug
Tobias Hoffmann – Gitarre
Ralph Beerkircher – Gitarre
Die drei Kölner Musiker des Trios Vesica Pisces spielen exklusiv für ihre Jazz untypische Besetzung erarbeitete Eigenkompositionen, die trotz Komplexität Raum lassen für improvisatorische Ausflüge in musikalische Areale von Country bis zu Frei-Improvisierter Musik – Musik voller Fischblasen: hör Dich glücklich.
Dabei genießen es die drei Kölner Musiker, das bewusste kreative Experimentieren - „die Beständigkeit der Veränderung“ als wertvolles Prinzip zur Entwicklung ungeahnter Lösungen.
Andreas Wahl – elektrische und akustische Gitarren
Michael Kleinjohann – Kontrabass
Christoph Hillmann – Schlagzeug
Freie Wahl: Die jahrelange Zusammenarbeit und das damit verbundene blinde Vertrauen bilden die Grundlage der Musik dieses Trios. Skurrile Kompositionen, eigenwillige Improvisationen, nebenbei auch mal ein Jazz-Standard eingebettet in ungewöhnliche Klänge, Mut zum Risiko und immer wieder das neugierige Erforschen aller Spielmöglichkeiten der zeitgenössischen Improvisation: FREIE WAHL!
Mi. 23.5.2012 20 Uhr – 12,-/8,-€/Schüler Alte Post/Musikschule 5,- €
Ausgestattet mit wunderbaren Arrangements des Pianisten Rob van den Broeck und des Bassisten Henk de Ligt begleitet Sängerin Masha Bijlsma ihr Publikum auf eine swingende Entdeckungsreise durch ihr eigensinniges Repertoire.
Die Band ist eine erfahrene Working-Band, mit der Gastsolisten wie Benny Bailey, Bob Malach, Gary Thomas, Ack van Royen, (in Kassel zuletzt im tif mit Tony Lakatos und Bart van Lier) gerne spielen. Masha Bijlsma zeichnen neben ihrer großen, biegsamen Stimme auch ihr Scatgesang und die instrumental geprägten Gesangssoli aus.
Fr. 17.8.2012 ab 18:00 Uhr Vorabendprogramm – Eintritt frei aber Spenden wilkommen!
Schon zur Tradition geworden steht der letzte Freitag der Sommerferien ganz im Zeichen des Jazz. Auch in 2012 bereiten wir allen Musikfreunden ein großartiges „Homecoming“. Das Konzept des Blue in Green–Programms wird in diesem Jahr von den Musikern des Festivals unterstützt. Neben den Newcomern, die traditionell den ersten Teil des Abends auf den Bühnen vor und in der Alten Post bestreiten, stehen im zweiten Teil bekannte Größen auf dem Programm.
Wie immer ist der Eintritt frei- aber gerne werden kleine und auch größere Spenden dankend angenommen.
Ab 21:00 Uhr Hauptprogramm:
Dass der „moderne“ Jazz nun seit 60 Jahren existiert, macht ihn schon fast zur musikalischen Antiquität. Große Zeiträume allerdings scheinen diesem Genre vor allem nichts von seiner Jugendlichkeit nehmen zu können, wenn seine Interpreten selbst über viele Jahre gemeinsam an der Entwicklung und Veredelung ihres Stils arbeiten. Ein Paradebeispiel für erfrischend vitalen, akustischen Modern Jazz stellt das Düsseldorfer Engstfeld/Weiss-Quartett dar.
Tenorsaxofonist Wolfgang Engstfeld und Schlagzeuger Peter Weiss arbeiten – in verschiedenen Besetzungen – seit rund dreieinhalb Jahrzehnten miteinander. Davon profitiert auch ihr seit zehn Jahren bestehendes Quartett mit dem Kontrabassisten Christian Ramond und dem Pianisten Hendrik Soll. Die Fundamente des fast ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehenden Programms bilden der energiereiche Hardbop, Einflüsse des Latinjazz und freiere rhythmische Strukturen, wie sie vor allem im modernen Jazz der 70er und 80er Jahre aufkamen. Auf ihre letzte CD „Dichterliebe“, NRW Vertrieb, die ausschließlich aus Bearbeitungen von Robert Schumann Liedern nach den Texten von Heinrich Heine bestand, folgte 2009 mit „Back to Ballads“ eine reine Balladenplatte.
Neben ihrer Konzert-Tätigkeit in Deutschland hat die Band auch zahlreiche erfolgreiche Auslandsauftritte vorzuweisen (850 Jahrfeier Moskau, Japan-Tournee im Herbst 1997). 1999 gastierten sie unter anderem in Australien und China, im Herbst 2002 folgten Gastspiele in Portugal. Im Frühjahr 2003 gab es erneute Konzerte in Moskau, 2004 reiste die Gruppe nach Polen und Süd-Afrika. 2006 standen ein Aufenthalt in Portugal und eine erneute Zusammenarbeit mit Randy Brecker an. 2008 fanden mehrere erfolgreiche Konzerte in Brasilien statt, u.a. beim „Savassi Festival“ in Belo Horizonte.
„Selten, wertvoll, kostbar“ – das bedeutet der Titel des Debütalbums von Kathrin Scheer. Kostbar ist auch jede der wundervoll ausbalancierten Jazz-Melodien. Zeit- und schwerelos klingt die Stimme vom anderen Ende des Universums her, und vibriert gleichzeitig aus dem Innersten des Zuhörers heraus. Musik, die immer schon da gewesen zu sein scheint, ohne Anfang oder Ende.
Auch den Wunsch, Musikerin zu werden, kann die 33-jährige Kölnerin kaum noch lokalisieren: Es war einfach selbstverständlich. In diversen Chören entdeckt sie ihr „singendes“ Selbstbewusstsein. Kathrin Scheers Liebe zur Musik wurzelt in der Bewunderung für so unterschiedliche Stile wie Gospel und Indie-Rock Doch das Studium an der Musikhochschule Köln eröffnet ihr eine neue Welt: den Jazz. Seither ist sie, so bezeichnet sie ihre Leidenschaft, dem Songwritertum verschrieben.
Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten: Im Jahr 2000 geht die Kölnerin aus dem Bundesrock & Popwettbewerb als „Beste Sängerin“ hervor. Besonders stolz ist sie auch auf ihre Tätigkeiten für Kinofilm-Produktionen: Für die Filme „4 Minuten“ (2006) und „Wilde Hühner“ (2008) arbeitete sie als Sängerin und Texterin mit der Komponistin Annette Focks zusammen. Darüber hinaus singt sie im Berliner Vokalensemble Klangbezirk.
Im Jahre 2005 gründet Kathrin Scheer ihre eigene Band: Gemeinsam mit Benjamin Schaefer (Piano), Florian Rynkowski (Bass) und Heiko Braun (Drums) schafft sie einen ureigenen Klang, der auch das aktuelle Album prägt. Für die Aufnahmen im Tonstudio holte die Band noch Gäste dazu: Julia Klomfass (Singende Säge), Mirek Pyschny (Drums), Til Schneider (Posaune) und den diesjährigen „Echo Jazz“-Gewinner Frederik Köster (Flügelhorn).
Die Sängerin selbst beschreibt das Werk als melancholisch – und das ist es, im besten Sinne des Wortes. An regnerischen Tagen laden die Klänge, oftmals einfühlsam geführt vom Klavier, zum Träumen ein. Die Songs, ausnahmslos Eigenkompositionen, wurden in Momenten absoluter Ruhe geschrieben – und das hört man. Ruhig ist der durchgehende Tenor dieser Liederfolge, authentisch die Darbietung, pur der Klang. Vor dem Hintergrund der sparsamen, fast minimalistischen Instrumentalisierung kann der Zuhörer die eigene Phantasie unbeschwert auf Reisen schicken. Die Lieder kommen ohne die üblichen Jazz-Improvisationen und Soli der einzelnen Instrumente aus – sie sind von Anfang bis Ende durchkomponiert und leben von dem akustischen Moment. Der unaufdringliche Rhythmus trägt durch die Lieder, entblättert mit jeder Note eine weitere Schicht von Seelenbildern, und beweist: Weniger ist mehr. Treffend spricht denn auch die Presse von einer „faszinierenden Langsamkeit“, feiert die „Gospels und Spirituals der Neuzeit“.
„Unfassbare Emotionalität, Lebensfreude, Inspiration, Entspannung, und Melancholie“ – all das ist Musik für die Sängerin, und all das drückt sie in ihren Songs aus. „Zuerst entstehen immer die Melodien“, sagt Kathrin Scheer. „Die trage ich eine ganze Zeit lang mit mir im Kopf mit herum – erst später kommen dann die Texte dazu.“ Entstanden ist ein sehr persönliches Album. Die Musik wirkt schwerelos, und geht doch tief unter die Haut. Ein wiederkehrendes Thema ist die Suche nach dem eigenen Weg, dem eigenen Platz im Leben. Aber auch das Verweilen im Moment, das intensive, unmittelbare Erleben, ist Teil der melancholischen Rückschau: „Everything we did was all we had in life,“ heißt es im Cover-Song Rare, mit dem sie bereits 2008 im Musikvideo-Portal C-Tube auf sich aufmerksam machte. Doch nicht nur in den Texten, auch durch Klang-Zitate spielt Kathrin Scheer mit Zeit und Erinnerung. So enthält das letzte Lied des Albums, das beschwingte The night is young (and so are we), Anklänge an die frühen Grand Dames der Jazz-Szene.
Mittlerweile ist Kathrin Scheer selbst eine der Großen. Denn sie hat Stil. Getragen von einer erstklassigen Band hat sie ihren ganz eigenen, sehr persönlichen Stil des Singer-/ Songwriter-Jazz entwickelt: wie nicht von dieser Welt, und doch für jeden Einzelnen gemacht. Die Harmonien dringen in Ohr und Herzen gleichermaßen, denn die Musik will nicht durch laute Effekte beeindrucken. Ihre Raffinesse entfaltet sich in der nachdrücklichen Poetik der Ruhe: intensiv, unmittelbar und – kostbar.
Vier Musiker mit ganz unterschiedlichen künstlerischen Biographien haben sich zum Bandprojekt HOCHHÄUSER zusammengeschlossen. Von Duke Ellington bis Jimi Hendrix, von Miles Davis bis Bob Marley, von Astor Piazolla bis Karlheinz Stockhausen reichen die Einflüsse und musikalischen Vorlieben, die die Musiker mit in die Band einbringen. Die HOCHHÄUSER spielen eine zeitgenössische Musik, die geprägt ist durch starke wie eingängige Melodien, Improvisation, intensive Grooves und eine Vielfalt von Klangfarben. Heimlicher Protagonist ist ein TASCAM 4-Spur-Kassettendeck, mit dem analoge Sounds in das Spiel der Band eingemischt werden.
Den Hauptteil der Kompositionen steuert Saxophonist Matthias Petzold bei. Der Saxophonist und Komponist schrieb Stücke für zahlreiche Projekte in allen möglichen Besetzungen von Duo über Septett bis hin zu großem Orchester. Mit seinem warmen Saxophonsound und den Klängen vom 4-Spur-Kassettendeck setzt er gekonnt Akzente.
Gitarrist Andi Reisner bezeichnet sich selbst als „Sound-Junkie“. Jeder deutsche Kino- und Fernsehzuschauer hat mit ziemlicher Sicherheit schon einmal Arbeiten von Reisner gehört. Denn immer wieder wird er von der renommierten Filmmusik Komponistin Annette Focks als Klangkünstler und Gitarrist gebucht. So ist über die Jahre ein beeindruckender Katalog entstanden, der Filmerfolge wie ROMY,VIER MINUTEN (deutscher Filmpreis 2007) oder EIN STARKER ABGANG (nominiert für den Grimme Preis 2009) umfasst.
Auch in HOCHHÄUSER geht Reisner seinem Faible für verspielte Solos und groovige Licks nach. Nils Imhorst ist ein viel beschäftigter Kontra- und E-Bassist. In unzähligen Projekten ist er anzutreffen. Beispielsweise tourte er mit der Band FURIOPOLIS durch Madagaskar, mit dem Tango und Klezmer Quartett KLEZCETERA spielte er in vielen Ländern Europas.
Als Musiker und Komponist ist Imhorst außerdem fester Bestandteil der Theaterszene des Ruhrgebiets und bei den unterschiedlichsten Inszenierungen zu hören und zu sehen.
Bei HOCHHÄUSER kombiniert Imhorst seine lässigen Basslinien und Improvisationen mit einer kleinen Batterie amüsanter Effekte.
Robert Hurasky ist einer der gefragten Schlagzeuger der Szene (u.a. weltweit veröffentlichte DVD/CD – Aufnahme mit SEAL , 2006, sowie Sarah Connor Live – DVD, 2003). Er kann speziell im Jazz, als auch im Popbereich auf eine rege Konzerttätigkeit verweisen uns spielte unter anderem mit Mathias Haus, Rüdiger Baldauf, Joachim Kühn, John Goldsby, Helge Schneider, Markus Wienstroer, Frank Kirchner, Klaus Doldinger, Klaus Osterloh und Jacques Loussier. Er agiert musikalisch mit der Gruppe FURIOSITY, die sich als niederrheinische All Star Band um den Bassisten ALI HAURAND präsentiert.
Die HOCHHÄUSER bereichert er mit flexiblen Grooves, dynamischem Spiel und filigraner Spieltechnik. Seine zum Markenzeichen gereifte stilistische Offenheit fügt sich dabei unmerklich in das Bandkonzept ein.
Fr. 5.10.2012 20 Uhr – 12,-/8,-€/Schüler Alte Post/Musikschule 5,- €
Initialzündung zur Gründung des Thoneline Orchestra war ein Kompositionsauftrag
des Landes NRW in der Reihe „Komponistinnen in NRW“ im Jahr 2008 an Caroline Thon.
Das Repertoire dieses Konzertabends, das ausschließlich aus Eigenwerken der studierten
Komponistin (Musikhochschule Köln 1999-2003) bestand, überzeugte und begeisterte das
Publikum durch einen sehr eigenwilligen und originären und dennoch eingängigen Stil. Diese
Reaktion brachte Caroline Thon auf die Idee, eine eigene Big Band zu gründen, um mit einemfesten Ensemble ihre spezifischen Klangvorstellungen gezielter umsetzen zu können.
Die Musiker des Thoneline Orchestras sind national und zum Teil auch schon in der
internationalen Jazzszene bekannt (u.a. Frank Wingold, Laia Genc, Jens Düppe ) oder
aufstrebende Talente, wie die beeindruckende junge Sängerin Filippa Gojo.
Di. 30.10.2012 20 Uhr – 12,-/8,-€/Schüler Alte Post/Musikschule 5,- €
Wolfgang Schmidtke - Sopran- und Tenorsaxophon, Bassklarinette
Gunnar Plümer - Kontrabass
Dirk-Peter Kölsch – Schlagzeug
Auf ihren mittlerweile fünf CD’s traf die Band u.a. auf Peter Brötzmann, Tom Cora, Billy Bang, Randy Brecker und Marilyn Mazur. In den Jahren danach arbeitete der Saxophonist mit dem Pianisten Horace Parlan und spielte im Ensemble von Karlheinz Stockhausen. Neben der Arbeit in kleinen Gruppen gründet er das „Wolfgang Schmidtke Orchestra“ und schrieb Bigband Programme für die Solisten Lee Konitz, Steve Lacy, Peter Brötzmann und Alexander von Schlippenbach.
Das Trio ist seit 10 Jahren die erste eigene „small group“ und versteht sich als Verbindung des Komponisten mit dem Jazzmusiker der freien Prägung.
Mi. 28.11.2012 20 Uhr – 12,-/8,-€/Schüler Alte Post/Musikschule 5,- €
Benjamin Leuschner – Schlagzeug
Matthias Goebel – Vibraphon
Das Two/One-Duo mit Benjamin Leuschner und Matthias Goebel: Zwei Spieler mit sehr unterschiedlichen musikalischen Schwerpunkten, Vorstellungen und Vorlieben gingen musikalisch aufeinander zu. Der Zugewinn für jeden der beiden Musiker, die sich einem solchen dynamischen und arbeitsintensiven Prozeß (der natürlicherweise immer noch andauert) ausgesetzt haben, ist nicht hoch genug einzuschätzen. Spielfreude und Inspiration als treibende Kräfte des musikalischen Tuns sind dabei ebenso fundamental wichtig wie die Bereitschaft zur konzeptionellen Diskussion, zur Einfühlung in das musikalische Verständnis und Empfinden des anderen, und zur Überprüfung der eigenen Positionen und Gewohnheiten.
Matthias Goebel – Vibraphon
Yonga Sun – Drums
André Nendza – Bass
Philipp van Endert – Guitar
Matthias Goebel Quartet: Wenn Matthias Goebel seine Ideen am Vibraphon oder Marimbaphon tonal ausformt, wird spürbar, dass er immer das Ganze im Blick hat. Seine Songs sind wie Geschichten, die er mit Leidenschaft bis zu Ende erzählt; sie sind wie Gemälde, die er bis zum letzten Pinselstrich so vollendet, dass den Betrachter das Gefühl beschleicht, mitten drin zu stehen. Genau deswegen braucht Matthias Goebel die faszinierenden Musiker, mit denen er sich umgibt, die er einlädt, andere Farben und belebende Momente in seine Klang-Kosmen zu spielen. Yonga Sun (Drums), André Nendza Bass) und Philipp van Endert (Guitar) schleifen Matthias Goebels Jazz-Juwelen, bis ihr Glanz tief in die Herzen der Zuhörer dringt. Das zweite Album des Matthias Goebel Quartetts „places we need“ konserviert viel von diesem Glanz. Und erzählt ein neues, spannendes Kapitel einer ungewöhnlichen Jazz-Biographie.